ENDER GÜZEY

 

 

MAGNA MATER
von
ENDER GÜZEY

Gedankenskizze zur Performance:

Inhalt: Die vier Elemente Feuer, Wasser, Erde, Luft bilden die Grundidee der Performance. Durch Klang, Bewegung und Objekt entwickelt sich der Kreislauf vom Werden und Vergehen bis zum Höhepunkt der "Ganzheit".

Raum:

Stattfinden kann die Performance unter freiem Himmel, wie z.B. einem Innenhof oder in einem hohen, geschlossenen Raum.

Szene: Das zentrale Objekt der Performance ist eine ca. 6 meter hohe Pyramide, aus 4 entrindeten Baumstämmen unterhalb der Spitze hängt ein speziell konstruiertes Sandgefäß. Direkt unter diesem Gefäß steht eine große Konzertpauke auf dem Boden. Zwischen den Stämmen sind vier gußeiserne Feuer-Schalen Plaziert. Vor den Feuer-Schalen befinden sich vier Trommeln. Das Bild wird abgerundet durch vier große Japan - Gongs

Aktion:

Die Aktion beginnt mit einer Gongmeditation. Nacheinander werden die Gongs von den Musikern geschlagen. Einer beginnt leise, dann steigert sich die Tonschwingung von Spieler zu Spieler. Währenddessen kommen die vier Tänzer die, die vier Elemente verkörpern, mit Fackeln in die Szene. Tanzend bewegen Sie sich durch das Publikum, beziehen die Zuschauer in das Geschehen mit ein und beschreiben eine große Spirale. Im Zentrum angekommen Formieren sich die Tänzer an den Schenkeln der Pyramide, damit entzündet sich die Pyramide, die Flammen erreichen die Spitze, in dem Moment erreichen die Gongs Ihren klanglichen Höhepunkt und verstummen. In dem Augenblick wenn die Flammen die Pyramidenspitze erreicht, öffnet sich der Sandbehälter und der Sand fließt auf die große Pauke und erzeugt einen lauten, fließenden, regnerisch anmutenden Klang, das langsam leise wird. Hier setzt das "Didgirido" wie ein "Uratem" ein. Auch die Trommeln kommen nacheieander zum einsatz. Damit beginnt der "Tanz der Elemente". Der Tanz und die Trommel Klänge steigern sich bis der ganze Sand sich auf die Pauke entleert hat und das eigentliche Objekt in seiner runden, weiblichen Form entstanden ist.

Finale:

Der Höhepunkt ist klanglich und tänzerisch erreicht, wenn der Sand gänzlich zu fließen aufgehört hat. Abrupt endet dann Lautmalerei und Bewegung: Die Geburt der Mutter Erde in Form eines Sandhügels, dessen Ausläufer sich in immer dünner werdenden Schichten auf dem Boden verlieren, ist damit vollzogen.

Ender Güzey©